Wen das große Geld mit der Erotik lockt, wird selten ein gefeierter Pornodarsteller werden. Die allermeisten prostituieren sich, ob freiwillig oder gezwungen.
Die Banden
Wer die Frauen hat, der hat im Rotlichtmilieu die Macht. Mit ihnen werden jede Nacht Millionen umgesetzt. Da nehmen die Bosse auch ein paar Jahre Gefängnis in Kauf und schrecken nicht davor zurück das lukrative Geschäft danach weiter zu betreiben. Prostitution gehört längst zum organisierten Verbrechen. Rivalisierende Gangs bekämpfen sich gegenseitig und gehen dabei äußerst brutal vor um sich Respekt zu verschaffen. Sie schrecken auch nicht davor zurück ihre Konkurrenten einfach niederzuschießen.
Das Geschäft
Getarnt werden die Bordelle als FKK Klubs die untereinander die Frauen austauschen. Hier werden mehrere hundert Prostituierte durchgeschleust. Die Leidtragenden sind dabei zwangsprostituierte Frauen, die häufig aus Osteuropa und der Ukraine stammen. In Deutschland halten sie sich meist illegal auf. Sie berichten, dass sie Tag und Nacht bereit sein müssen und ihnen ständig gedroht wird. Strafen, für ein umgebundenes Handtuch im Bordell, von zehn Euro oder das Verbot zu telefonieren, sind dabei harmlos. Wer einmal in den Strudel dieses organisierten Verbrechens geraten ist, der kommt so schnell nicht mehr frei. Und das versprochene Geld, dass die Frauen bekommen sollten, sehen diese ebenfalls so gut wie nie.
Wen der Schein trügt
Die Prostitution gibt sich immer mehr einen soliden Anstrich. So wurde vor den Toren der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt der größte FKK Klub Europas eröffnet. Für einen seriösen Eindruck sorgen bei der Eröffnung ehrbare Gäste. Stadträte, Gemeinderäte und weitere Personen aus der Kommunalpolitik finden sich ein und legitimieren durch ihre Anwesenheit das Geschäft Sex gegen Geld. Dass eine spezielle Vergnügungssteuer für diese Etablissements eingeführt wurde, dürfte allerdings der Öffentlichkeit nicht bekannt sein. Hier wird der Anschein erweckt, als ob alles mit rechten Dingen zugeht. Woher allerdings die Millionen für die Investition stammen, ist unklar. Immerhin arbeiten die Frauen hier auf eigene Rechnung mit eigenem Gewerbeschein. Ob allerdings die Teilzeitprostituierte aus dem Büro oder die Studentin, die nur am Wochenende anwesend ist, den erwarteten Umsatz erwirtschaften, ist mehr als fraglich.
Es dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis auch hier die Mehrzahl der Frauen weniger freiwillig arbeitet. Fraglich dürfte auch sein, ob sich diese Arbeit für die Frauen tatsächlich lohnt, angesichts von Flatrate Angeboten. Sex soviel sie wollen für einen Pauschalpreis lautet die Devise. Die einzige halbwegs würdige und sichere Alternative relativ viel Geld zu verdienen als Prostituierte, scheint im Escortbereich zu liegen.